Dom Eichstätt

DOM

 

ZU EICHSTÄTT

Patrozinium:

Mariä Aufnahme in den Himmel

Ort: Eichstätt, Bayern
Bistum:

Eichstätt

Dekanat Eichstätt

Konfession:  Katholisch
Rang: Dom, Bischofskirche
Erbaut: 11. Jhdt.
Stil: vorwiegend gotisch

 



Bistum Eichstätt: Mitte des 8. Jahrhunderts berief der Hl. Bonifatius Willibald und seine beiden Geschwister Wunibald und Walburga, Kinder des angelsächsischen Königs Richard, nach Deutschland in die Mission.

 

Nachdem Bonifatius Willibald zum Bischof von Erfurt geweiht hatte, setzte er ihn als Abt eines Klosters in der Region Eichstätt ein. Gegen 748 erfolgte dann die Gründung des Bistums Eichstätt, das Willibald unterstand. Wunibald gründete unterdessen das Kloster Heidenheim, dem er als Abt vorstand; seine Schwester Walburga führte nach Wunibalds Tod den weiblichen Klosterzweig als Äbtissin fort.



Beschreibung: Es wird vermutet, dass der direkte Nachfolger Willibalds, Bischof Gerhor (787-806) die erste Vorgängerkirche des heutigen Doms zu Eichstätt erbauen ließ. Im 10. Jhdt. entstand neben dieser Kirche unter Bischof Reginold eine halb-oberirdische romanische Krypta, in die Reginold die Gebeine von Willibald übertragen ließ. Diese Erhebung kam einer Heiligsprechung gleich.

 

Im 11. Jhdt. wurde ein Neubau des Doms beschlossen, der 1060 erstmals geweiht wurde. Im 14. Jhdt. gestaltete man die Kirche zu einer gotischen Hallenkirche um, wobei die Außenkrypta mit den Gebeinen des Hl. Willibald in den Bau integriert wurde. Somit schauen wir heute auf eine romanisch-gotische Hallenkirche, der 1716 der Eichstätter Hofbaumeister Gabriel de Gabrieli noch eine spätbarocke Westfassade hinzufügte.

Figur des Hl. Willibald; Rückseite Willibaldaltar

Renaissance-Figur Hl. Willibald von Loy Hering um 1514 auf der Rückseite des Willibaldaltars



Im räumlich abgetrennten Westchor (auch als „Willibaldskapelle“ bezeichnet) befindet sich nun die Grablege des Hl. Willibald mit der überlebensgroßen Sitzfigur des Heiligen auf der Altarrückseite. Ihr gegenüber liegt der Ostchor mit dem spätgotischen Hochaltar, der Maria, die Patronin des Doms umgeben von den vier Diözesanheiligen, in den Mittelpunkt rückt. Zwölf weitere historisch wertvolle Altäre wie z.B. der „Pappenheimer Altar“ aus dem 15. Jhdt. oder der barocke „Magdalenen-Altar“ in der mit Stuck verzierten gleichnamigen Seitenkapelle zieren das Gotteshaus.


Spätbarocke Westfassade, Dom, Eichstätt

Westfassade im spätbarocken Stil von Gabriel de Gabrieli von 1716

Hochaltarfiguren, Dom, Eichstätt

Spätgotischer Hochaltar mit den Figuren (von links nach rechts) Richard, Willibald, Gottesmutter Maria, Walburga, Wunibald

Romanische Türme, Dom, Eichstätt

Romanische Türme; im Vordergrund: Residenzplatz mit Mariensäule



An die Südseite des Doms schließt sich das sog. Mortuarium (zweischiffige Halle mit Grablege des Domkapitels) und der Kreuzgang an. Im Mortuarium finden sich herrlich farbige Glasmalereien aus dem 15. Jhdt.



Als besondere Kostbarkeiten kann der Dom zu Eichstätt zwei herrliche Madonnenfiguren sein Eigen nennen - die „Buchenhüller Madonna“ von 1430 aus dem Wallfahrtsort Buchenhüll und die „Schutzmantelmadonna“ von 1520 in der Sakramentskapelle. Beide werden hoch verehrt und zeigen Maria als liebevolle Mutter, die sich aller Menschen fürsorglich annimmt.

Buchenhüller Madonna, Dom, Eichstätt
Buchenhüller Madonna
Schutzmantelmadonna, Dom, Eichstätt
Schutzmantelmadonna



Lage: Eichstätt zählt heute ca. 13.000 Einwohner und war bereits im 5. Jhdt. v. Chr. keltische Siedlung. Später bauten die Römer hier die deutsche Limesstraße als Abgrenzung zum germanischen Reich. Bereits im 11. Jhdt. erhielt Eichstätt Stadtrechte und wurde fortan Bischofssitz mit bischöflicher Residenz (heute Landratsamt). Der Dom mit angrenzendem Diözesanmuseum befindet sich neben der Residenz im Stadtkern, unweit der Benediktinerinnenabtei St. Walburga.


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